In Diskussionen begegnet uns oft das Argument, man könne doch in dem engeren Abschnitt der Berliner Allee zwischen den Einmündungen Pistoriusstraße und Lindenallee aufgrund der sehr gedrungenen Raumverhältnisse kaum etwas verbessern. Doch bei genauerer Betrachtung stimmt dies nicht. Im Gegenteil wir können und müssen die Straße gerade hier durch eine intelligente und moderne Planung, die die Bedürfnisse der Zukunft in den Mittelpunkt stellt, entscheidend verbessern. In einer Skizze möchten wir Euch zeigen, wie exemplarisch ein solcher Muster-Querschnitt aussehen könnte.

 

Entscheidend ist die Reduzierung des KFZ und LKW-Verkehrs auf eine Fahrbahn je Richtung.* Die Schaffung einer eigenen Trasse für die Straßenbahn (am besten mit Rasen), so dass diese nicht mehr in Konflikt mit dem motorisierten Individualverkehr (MIV) kommt (z.B. durch falsch geparkte Fahrzeuge etc.). Nun haben wir noch Platz für eine geräumige Fahrradspur, die zudem überwiegend geschützt hinter einem Grünstreifen mit Baumbepflanzung (wir sind ja in einer Allee!) verläuft und dadurch nicht durch Falschparkende blockiert wird. Und auch für die Menschen zu Fuß bleibt genügend Platz. Selbst an den engsten Stellen ist dies möglich!

Diese Planung muss umgehend begonnen werden – das Geld ist da, das Know-How ist da und unser Wille ist da! Politik und Verwaltung müssen nun zügig mit der Planung beginnen. Dies ist besonders wichtig, da die Gleise der Straßenbahn erneuert werden müssen und hier nur ein abgestimmter Prozess zum bestmöglichen Ergebniss führen kann.

*Seit etwa zwei jahren ist die einspurige Verkehrsführung stadtauswärts ohnehin Alltag und erprobt, da eine Baustelle und Dauerparkende die andere Fahrbahn ohnehin tagtäglich blockieren. Eine Reduzierung würde also keine negativen Folgen für den fließenden Verkehr bringen.