Morgens 7.45 Uhr in Weißensee: an der Haltestelle Albertinenstraße versuchen Schüler*innen, Eltern und Berufstätige sich einen Weg über die Berliner Allee zu bahnen. Da die Grünzeit für Fußgänger*innen zu kurz ist, stehen die Wartenden oft dicht an dicht während Straßenbahnen und dichter Autoverkehr knapp vor und hinter ihnen vorbeifahren. Zum Teil können die Fußgänger*innen Grünphasen nicht nutzen, weil währenddessen noch Straßenbahnen stadteinwärts in die Haltestelle einfahren.
Auch die Situation für Radfahrende ist an dieser Stelle mehr als schwierig, der Platz auf den Fußgängerinseln reicht kaum für die Fußgänger*innen selbst. Die Berliner Allee mit einem Fahrradanhänger sicher zu überqueren ist zwischen Antonplatz und Indira-Ghandi-Straße gar nicht möglich.

Gedränge an Haltestellenfurt

Auch nachmittags reicht der Platz oft nicht: Foto vom 5.10.2020, 15.45 Uhr

Diese Situation war Gegenstand einer Eingabe bei der ehemaligen VLB, nun Abteilung VI (Verkehrsmanagement) der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz.
Aus der Antwort vom 17.09.20 ging hervor, dass verschiedene Projekte in Planung seien, die die Situation für Fußgänger*innen maßgeblich verbessern sollen.
Die einzelnen Punkte sind:
– Verbreiterung der Fußgängerfurt quer zur Gehrichtung durch Verlängerung der Haltestelle
Absicherung der Haltestelle gegen stadteinwärts einfahrende Straßenbahnen direkt vor der Fußgängerfurt (aktuell: letzte Ampel vor Einmündung der Pistoriusstraße)
– Fußgängerampel über Gleise in der Regel Grün geschaltet, nur bei Queren einer  Straßenbahn Rot
– Neue (?) große Querung der Berliner Allee in Höhe Tassostraße für Radfahrer*innen und Fußgänger*innen

Wir freuen uns auf die geplanten Veränderungen, da sie tatsächlich zu einer Verbesserung der Situation beitragen können. Noch besser wäre es, im Zuge dieses Umbaus auch auf der anderen Seite der Kreuzung, also zwischen Edeka und ReSales, eine Fußgängerfurt anzulegen.

Nichtsdestotrotz stehen wir weiterhin für den (von der BVV beschlossenen und vom AGH mit Geld versorgten) grundlegenden Umbau der Berliner Allee ein (siehe unsere Bausteine, damit nicht nur das Überqueren attraktiver wird, sondern die Allee selbst zum Radfahren, Flanieren und Einkaufen einlädt und es sich dort gut leben lässt.