Bei schönstem Sonnenschein setzten am Samstag, 9. Mai 150 Teilnehmende bei der jährlichen Fahrraddemo der Aktion Berliner Allee ein Zeichen für fahrradfreundliche Verkehrspolitik.

Diesmal wurde die Demo gemeinsam mit dem VCD (Verkehrsclub Deutschland), dem ADFC Pankow (Allgemeiner Deutscher Fahrradclub) und changing cities / Netzwerk Fahrradfreundliches Pankow veranstaltet.

Um 11:00 Uhr begann die Demo mit Reden der beteiligten Initiativen. Gudrun Holtz (Aktion Berliner Allee), Susanne Jäger (adfc), Tobias Krauzun (changing cities) und Heiner von Marschall (VCD), betonten die Notwendigkeit einer verbesserten Fahrradinfrastruktur in Berlin speziell entlang der Berliner Allee. Gleichzeitig wurde die Tatenlosigkeit der Berliner Politik bemängelt, die keinen diesbezüglichen Fortschritt erkennen lässt. Eher das Gegenteil ist der Fall. Radwege werden zurückgebaut, wie gerade in Steglitz, der Fahrradwegausbau gebremst. Zudem wird von den Berliner Regierungsparteien SPD und CDU das Mobilitätsgesetz so beschnitten, dass ein verpflichtender Bau von Radverkehrsanlagen entlang von Hauptverkehrsstraßen nicht mehr notwendig ist. Der Radverkehr soll über parallele Nebenstraßen geführt werden, um den Kfz-Verkehr nicht zu behindern. Das betrifft insbesondere auch die Berliner Allee – siehe Artikel auf dieser Seite!

Die Redner:innen forderten auch verbesserte Querungsmöglichkeiten für den Fußgängerkehr und insgesamt eine Aufwertung der Aufenthaltsqualität in der Kfz-dominierten Berliner Allee, auch um dem fortschreitenden Niedergang dieser Geschäftsstraße entgegenzuwirken. Dazu werden von den Initiativen realistische Visionen entwickelt und zur Diskussion gestellt, wie die Berliner Allee für alle Verkehrsteilnehmer:innen zu einem attraktiven öffentlichen Raum umgestaltet werden kann.

Nach den Reden machten sich rund 150 Fahrradfahrer:innen bei angenehmen Temperaturen und Sonne – begleitet von zwei Soundbikes – auf zu einem 2-stündigen Rundkurs über Malchow, Heinersdorf, Prenzlauer Berg, Lichtenberg und zurück zum Antonplatz. Sachkundig kommentiert wurde die Demo von Gudrun Holtz, die die Tour auf einem Lastenfahrrad bestritt. Besonders im Prenzlauer Berg und natürlich auch in Weißensee selbst stieß die Demo auf viel Zustimmung.

Einen schönen Ausklang mit vielen Gesprächen fand die Demo dann auf dem Antonplatz bei einem Picknick mit Kaffee und Kuchen.

Wir freuen uns schon jetzt auf die nächste Demo im Frühjahr 2027. Nach der Berliner Wahl im September werden dann hoffentlich die Signale wieder in Richtung Fahrradverkehr gestellt. Dafür sind alle Wählerinnen und Wähler gefragt!

Davor, am Freitag, den 18. September soll noch – diesmal auf der Berliner Allee – der Parkingday stattfinden. Kommt alle, um unsere Anliegen zu unterstützen; kommt gerne auch zu unseren monatlichen BI-Treffs in der Freiwilligenagentur Weißensee (genaue Termine hier).

Picknick auf dem Antonplatz

Picknick auf dem Antonplatz nach der Tour

Kundgebung vor der Demo

Kundgebung vor der Demo